Weihnachtsmarkt in Marienberg

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Weihnachtsmärkte: Geschichte, Traditionen und die schönsten Märkte in deiner Nähe

Weihnachtsmärkte gehören in Deutschland zur Adventszeit wie Kerzenlicht und Lebkuchen. Die meisten öffnen Ende November und laufen bis kurz vor Heiligabend, manche auch bis zum Jahresende. Zwischen Holzbuden, Lichterketten und dem Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln treffen sich Familien, Freunde und Kollegen. Hier findest du Weihnachtsmärkte in deiner Nähe: große Altstadtmärkte, kleine Adventsmärkte im Dorf oder an der Kirche, mittelalterliche Märkte und Märkte auf Burgen und in Schlössern.

Woher kommen Weihnachtsmärkte?

Weihnachtsmärkte haben ihren Ursprung im Spätmittelalter. Damals waren es vor allem Versorgungsmärkte: Kurz vor dem Winter deckten sich die Menschen mit Fleisch, Lebensmitteln und Dingen für den Alltag ein. Händler, Handwerker und Zuckerbäcker bekamen die Erlaubnis, ihre Waren in den Wochen vor Weihnachten anzubieten.

Mit der Zeit wurden die Märkte festlicher. Kirchen und Städte richteten sie nahe der Kirchen ein, es kamen Spielzeug, Süßwaren und Weihnachtsschmuck dazu. Aus dem praktischen Einkauf wurde ein Ort der Begegnung und Vorfreude.

Welcher ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands?

Um diesen Titel streiten sich zwei sächsische Städte:

- Bautzen: König Wenzel IV. erlaubte den Bautzenern im Jahr 1384 einen jährlichen Fleischmarkt bis in die Weihnachtszeit. Daraus wurde der heutige Wenzelsmarkt.

- Dresden: Der Striezelmarkt ist seit 1434 urkundlich belegt. Sein Name kommt vom „Striezel“, dem alten Wort für Stollen.

Beide gelten damit als die ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, Bautzen nach Chronik, Dresden nach Urkunde. Auch der Nürnberger Christkindlesmarkt und Münchens Märkte zählen zu den traditionsreichsten.

Typische Traditionen und Spezialitäten

- Glühwein und Kinderpunsch: Heißer Würzwein mit Zimt, Nelken und Orange, oft in Tassen mit Pfand, die viele als Andenken mitnehmen.

- Süßes: Gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Stollen, Magenbrot, Schokofrüchte und Baumkuchen.

- Herzhaftes: Bratwurst, Reibekuchen (Kartoffelpuffer), Langos, Flammkuchen und Maronen.

- Kunsthandwerk: Holzspielzeug, Räuchermännchen, Nussknacker, Schwibbögen und Weihnachtspyramiden, besonders aus dem Erzgebirge.

- Programm: Krippen, Chöre und Posaunenchöre, Märchenerzähler, Kinderkarussell, Stollenanschnitt oder der Besuch vom Nikolaus.

Wie feiert man in Deutschland auf dem Weihnachtsmarkt?

In Deutschland gibt es heute mehr als 2.500 Weihnachtsmärkte, von riesigen Innenstadtmärkten bis zu Adventsmärkten, die nur an einem Wochenende stattfinden. Typisch sind:

- Der große Stadtmarkt: Mehrere Wochen geöffnet, oft rund um Rathaus, Dom oder Altmarkt.

- Kleine Adventsmärkte: An Kirchen, in Dörfern, Vereinen, Schulen oder Kitas, oft nur an einem Adventswochenende und mit viel Selbstgemachtem.

- Besondere Märkte: Mittelaltermärkte, Märkte auf Burgen und in Schlössern, Märkte im Wald, auf Schiffen oder in Bergwerken.

- Treffpunkt im Advent: Ein Glühwein nach Feierabend mit Kollegen, ein Bummel mit der Familie am Wochenende.

Weihnachtsmärkte nach deutschem Vorbild gibt es inzwischen in vielen Ländern der Welt.

FAQ zu Weihnachtsmärkten

Wann öffnen die Weihnachtsmärkte?

Die meisten Weihnachtsmärkte öffnen Ende November, häufig nach dem Totensonntag oder um den ersten Advent. Viele schließen am 23. oder 24. Dezember, einige bleiben bis zum Jahresende geöffnet. Kleine Adventsmärkte finden oft nur an einzelnen Adventswochenenden statt.

Warum öffnen viele Weihnachtsmärkte erst nach dem Totensonntag?

Der Totensonntag ist ein stiller Gedenktag am Sonntag vor dem ersten Advent. Aus Rücksicht beginnen viele Märkte erst danach. Eine bundesweit feste Regel gibt es aber nicht, das entscheiden Städte und Veranstalter.

Welcher ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands?

Der Bautzener Wenzelsmarkt geht auf das Jahr 1384 zurück, der Dresdner Striezelmarkt ist seit 1434 urkundlich belegt. Beide gelten als die ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Wie viele Weihnachtsmärkte gibt es in Deutschland?

Es gibt mehr als 2.500 Weihnachtsmärkte, dazu kommen viele kleine Adventsmärkte in Gemeinden, Kirchen und Vereinen.

Was ist der Unterschied zwischen Weihnachtsmarkt, Christkindlmarkt und Adventsmarkt?

Gemeint ist im Kern dasselbe. „Christkindlmarkt“ ist vor allem in Süddeutschland und Österreich verbreitet, „Adventsmarkt“ steht oft für kleinere Märkte, die nur kurz stattfinden.

Was isst und trinkt man auf dem Weihnachtsmarkt?

Klassiker sind Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst, gebrannte Mandeln, Lebkuchen und Stollen. Je nach Region kommen Spezialitäten wie Reibekuchen, Maronen oder Baumkuchen dazu.

Wo finde ich Weihnachtsmärkte in meiner Nähe? Hier bei Lafestario. Fehlt ein Weihnachtsmarkt aus deiner Stadt? Füge ihn hinzu und hilf anderen, ihn zu finden.

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